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Herren 1 läuft gegen Leader Traktor Basel 3 auf

Geschrieben von Ludwig Macko on .

Am Samstag 18. Februar liefen sich die Herren der ersten Mannschaft in der Margarethenhalle im Gundeli warm, um gegen den Tabellenführer der zweiten Liga Traktor Basel 3 anzutreten.

Ziemlich geschwächt durch krankheitsbedingte Absenzen und mit 7 Spielern, die zum Teil noch rekonvaleszent waren, nahm sich das Team dennoch frohgemut der Sache an, den mächtigen Gegner mit diesem Spiel herauszufordern. David gegen Goliath? Zumindest optisch gesehen bestand Traktor Basel zu mehr als der Hälfte aus sehr jungen, wenn auch sehr talentierten Spielern. Dagegen sahen unsere Herren fast schon wieder wie Senioren aus.

Was genau es hiess, gegen diesen Mix aus jungen Talenten und alten Hasen zu spielen, zeigte sich gleich zu Beginn im ersten Satz. Allschwil hielt zu Beginn nicht schlecht mit, aber Eigenfehler und zu wenig Durchsetzungsvermögen, vielleicht auch eine gewisse, krankheitsbedingte Trägheit führten zu einer raschen Spielverschiebung zu Ungunsten der Allschwiler. Schon nach ein paar Minuten hiess es 16:4 und es blieb kaum Zeit sich zu fragen, wie genau das gekommen war. Auch Coach Tina konnte es kaum fassen. Bevor Allschwil sich noch aufbäumen konnte, schlug Traktor mit einer Serie zu und der erste Durchgang ging 25:9 verloren. Klar, war die Stimmung nicht besonders, aber diesen Gegner hatte man in der Vorrunde geschlagen. Was war da los?

Im zweiten Durchgang rafften sich die Herren von Allschwil auf und setzten nun besser um, was an Potential in dieser Mannschaft steckt. Mit guten Angreifern, einer hervorragenden Mitte und routinierten Pass- und Diagonalspielern stimmte eigentlich auf dem Papier alles. Traktor konnte nicht mehr im Schnelldurchlauf punkten, sondern musste sich die Zähler nun erarbeiten. Allschwil geriet auch in diesem Durchlauf etwas ins Hintertreffen, konnte aber dennoch mitziehen. Immer wieder konnten die Herren der ersten Mannschaft sich nun im Angriff behaupten, konnten wertvolle Punkte holen und hielten lange gut mit. Fast schon schien das Spiel aufgeglichen. Dann aber setzte ein weiteres Tief der Allschwiler dem Satz ein Ende. Die Gastgeber punkteten mit ausserordentlich geschickten Angriffen der drei stärksten Spieler in Serie und der Ofen im zweiten Satz war aus. 25:19 lautete das Verdikt. Immerhin, die Moral der Allschwiler hatte sich gebessert, man sah jetzt die Möglichkeit, den Gegner zu packen.

Der dritte Durchgang wurde in gleicher Spielerbesetzung wie in den vorigen zwei Sätzen gestartet. Damian musste sich als Reservist begnügen, der aber das Team zusammen mit Dominique von aussen anfeuerte. Das hinterliess seine Spur, die Herren zeigten nun endlich, was man wirklich im Repertoire hatte. Angriffe von Aussen und über die Mitte führten endlich zu direkten Punkten, was schliesslich auch zu einer zwischenzeitlichen Führung gereichte. Allschwil blieb auch zum Ende stabil und führte das Spiel zu der hervorragenden Poleposition von 22:19 Punkten an. Traktor hatte nun Mühe und auch ihre starken Angriffe blieben immer wieder einmal im Block der Allschwiler hängen. Volleyball wird aber auch im Kopf gespielt und wer nicht wirklich will, den straft das Spiel. Die Gastgeber rafften sich auf und spielten plötzlich wieder sehr konzentriert, ganz im Gegensatz zu den Allschwilern. Die vergaben eine Chance um die andere, um die letzten drei Punkte zu erzielen, und so mussten sie auch den dritten Satz mit 25:23 aus der Hand geben.

Damit verlor das Herren 1 ein Spiel wohl zu deutlich, in dem mehr möglich gewesen wäre. Der Gegner, zu Beginn vielleicht von der Zwischenbilanz in der Tabelle respekteinflössend, wäre zu knacken gewesen. Wäre, wäre, wäre. Wenn da nicht dieses Form- und Motivationstief da gewesen wäre. Vermutlich das Schlimmste, was einem Team passieren kann. In so einer Verfassung kann man auch schon mal gegen den letzten in der Tabelle verlieren. Kopf hoch heisst es nun am Montag gegen KTV. Zumindest können über das Wochenende die letzten Spuren der Krankheitsbremsen auskuriert werden, damit es am Montag dann heisst: frisch ans Werk! Aktueller Zwischenstand der Tabelle ist nun der sechste Platz von 10 Teams.

Ludi

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